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04.10.2010

Presseinformation

Solarstrom vom Messehallen-Dach

3.000-Quadratmeter-Anlage am Westkreuz seit Mitte Juni am Netz

Frankfurt (Oder). Die neue Messehalle 1 hat ein Solardach. Die von der Firma Deutsche Solar Werke GmbH & Co. KG im Auftrag der Stadt Frankfurt (Oder) betriebene Anlage wurde Mitte Juni in Betrieb genommen und produziert seitdem auf 3.000 Quadratmetern Fläche Solarstrom, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. In 13 Solarmodulreihen erwarten die Betreiber eine Stromausbeute von 90.000 Kilowattstunden jährlich. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von circa 20 Vier-Personen-Haushalten und spart, geht man von 650 kg CO2-Einsparungen pro 1.000 Kilowattstunden aus, 60 Tonnen CO2 im Jahr.

Damit hat die Stadt, nach dem Solarpark Am hohen Feld und der in der Planung befindlichen Anlage am Winterhafen, drei Solaranlagen auf öffentlichem Terrain, die zum fachgerechten Betrieb an externe Fachunternehmen verpachtet wurden. „Die Stadt Frankfurt (Oder) bekennt sich damit zur umweltschonenden Energiegewinnung“, sagt Markus Derling, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Umweltschutz und Kultur der Stadt Frankfurt (Oder). Neben der Möglichkeit, sauberen Strom zu produzieren, seien auch die Vergünstigungen des Landes für die Stromeinspeisung ins Netz interessant gewesen. Von der Reduzierung der Einspeisevergütung sei die Anlage auf dem Hallendach jedoch noch nicht betroffen, da diese vor dem 1. Juli 2010 in Betrieb genommen wurde. Die Anlage wurde über die Sparkasse Oder-Spree finanziert. Die Deutschen Solar Werke, die die Anlage projektiert und gebaut haben, haben insbesondere bei der Installation Aufträge an lokale Unternehmen vergeben, so Markus Derling weiter.

Nach sechswöchiger Bauzeit ging die Anlage auf dem Dach der Messehalle Mitte Juni ans Netz. Technisch sei im Bau alles glatt gegangen, sagt Amir Roughani, Geschäftsführer der Deutsche Solar Werke GmbH & Co. KG. Man habe zwar besondere Auflagen erfüllen müssen, aber dies sei für den späteren, sicheren Betrieb der Anlage notwendig. So habe man ein zusätzliches Brandschutz-Gutachten eingeholt, da die korrekten Entfernungen zwischen Lüftungsklappen im Dach und den Modulreihen eingehalten werden mussten.

Ob Solar- oder anderer Strom – von der neuen Anlage auf dem Dach der neuen Halle 1 werden die Besucher bei Messen, Konzerten oder Bällen jedenfalls nichts mitbekommen. „Von der neuen Anlage sehen und hören Sie nichts, es sei denn, Sie stellen sich direkt aufs Hallendach“, sagt Markus Wieners, Geschäftsführer der Messe und Veranstaltungs GmbH. Auch werde kein Strom direkt vom Dach für die Versorgung der Hallen genutzt. Denn so wie der Betreiber den produzierten Solarstrom ins öffentliche Netz einspeist und dafür eine Vergütung erhält, kaufe die Messe und Veranstaltungs GmbH als Betreiber der Messehallen ihren Strom beim örtlichen Energieversorger, den Stadtwerken Frankfurt (Oder), „ganz normal“ ein. Dass die Messe und Veranstaltungs GmbH auf diese Art und Weise ganz nebenbei einen Beitrag zur Gewinnung erneuerbarer Energien leiste, bezeichnet Markus Wieners als erfreulichen Nebeneffekt.

Weitere Informationen:

Messe und Veranstaltungs GmbH
Sprecherin
Ute Schirmack
Tel 0335/40 10 400

Platz der Einheit 1
15230 Frankfurt (Oder)
u.schirmack@muv-ffo.de
www.muv-ffo.de

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