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14.03.2010

Presseinformation

Ausgeträumt: 45. Musikfesttage an der Oder erfolgreich beendet

5.600 experimentierfreudige Festivalbesucher erkundeten „Traumwelten“

Frankfurt (Oder). Im wahren Wortsinn traumhafte zehn Festival-Tage gingen mit dem heutigen Abschlusskonzert der Deutsch-Polnischen Musikfesttage an der Oder zu Ende. Noch einmal widmeten sich mit dem Sinfonieorchester der Pommerschen Philharmonie Bydgoszcz und den Chören der Singakademie Frankfurt (Oder) unter der Leitung von Dirigent Rudolf Tiersch zwei große Klangkörper dem Festival-Motto „Traumwelten“. Sie ließen mit Wagner, Berlioz und Strawinsky die Welt der musikalischen Bohème im Paris des 19. Jahrhunderts wieder auferstehen.

Neben einem Schwerpunkt zum 200. Geburtstag Frédéric Chopins wurden den Festival-Besuchern vielfältige Möglichkeiten zu einer kleinen Flucht aus dem Alltag und Ausflüge in ungewöhnliche Musik-Genres geboten. Überwältigt zeigten sich die Besucher vom fantasievollen Ohren- und Augenschmaus des Tanztheaters „Der kleine Prinz“ der Gregor Seyffert Compagnie und dem Anhaltischen Theater Dessau, das bereits Wochen vor Festivalbeginn ausverkauft war. Ungewöhnliche und selten gehörte musikalische Erlebnisse wie der Konzertabend „Mondlichter“ mit Winnie Böwe und dem Ensemble Musikino oder die Inszenierung der Oper von Philip Glass, „Der Untergang des Hauses Usher“ von Achim Freyer, zogen ein begeistertes Publikum an.

„Das Publikum hat sich, wie bereits im vergangenen Jahr, aufgeschlossen für experimentellere Konzertformen gezeigt.“, zieht Markus Wieners, Geschäftsführer der Messe und Veranstaltungs GmbH, Bilanz. Die Jazz-Chopin-Nacht nach dem begeisternden Auftaktkonzert beispielsweise zog noch etliche Besucher des vorherigen Konzerts in den Bann, zusätzlich zu vielen polnischen Besuchern, die extra wegen des Andrzej Jagodziński-Ensembles den Weg über die Oder angetreten hatten.

Der Zuspruch für die festivaltypischen Übergänge von der Klassik zu anderen Genres zeige, dass sich das Festival erfolgreich breiteren Besucherschichten öffne, betonte er. „In Konzerten wie in der Chopin-Jazz-Nacht, dem Club-Konzert mit Jeff Cascaro oder bei ‚Traumfabrik Hollywood’ mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg konnten wir deutlich sehen, dass wir auch viele jüngere Besucher erreichen“, so Wieners weiter. Dies manifestiere sich auch in stabilen Besucherzahlen – in diesem Jahr kamen 5.600 Besucher in die 31 Musikfesttage-Veranstaltungen.

Einen neuen Fan haben die Musikfesttage auf jeden Fall in Potsdam gefunden: „Das Auftaktkonzert in Frankfurt (Oder) hat mir so gut gefallen, da habe ich mich spontan entschieden, gleich noch einmal zu kommen", sagte Dr. Helmuth Markov, Finanzminister des Landes Brandenburg, am Rande des Musikfesttage-Auswärtskonzertes in der Vertretung des Landes Brandenburg in Berlin. „Da musste ich einfach noch mal hin." Sollte sich der viel beschäftigte Minister nachträglich noch einige Höhepunkte der Musikfesttage ansehen wollen, hätte er unter www.musikfesttage.de eine gute Gelegenheit. Denn dort sind einige besondere Festival-Tage als Video-Impressionen zu sehen.

„Die gemeinsame Ausrichtung der Musikfesttage mit der Filharmonia Tadeusz Baird Zielona Góra, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt und der Singakademie Frankfurt (Oder) ist Garant für ein dynamisches, starkes Musikfestival mit integrativer Wirkung auf die gesamte Oderregion“, betont Dirk Kiefer, Künstlerischer Leiter der Musikfesttage. Neue Kooperationspartner wie das Friedrich-Wolf-Theater und die Tanzwoche Eisenhüttenstadt oder das CineStar und die Stadt- und Regionalbibliothek in Frankfurt (Oder) stärkten das Genre übergreifende Profil des Festivals und erweiterten wesentlich das künstlerische Spektrum.

Um genauer erfassen zu können, wie sich das Festival noch stärker an den Wünschen und Bedürfnissen des Publikums orientieren kann, hat die Messe und Veranstaltungs GmbH eine Besucher-Befragung in Auftrag gegeben. Diese Umfrage soll beispielsweise zeigen, woher die Besucher kommen und wie sich das Publikum zusammensetzt. Bei insgesamt 13 Veranstaltungen wurden die Besucher um ihre Meinung zu den Musikfesttagen gebeten. Die Fragebögen werden in den kommenden Wochen ausgewertet.

Nun gilt es, aus den „Traumwelten“ der Musikfesttage an der Oder 2010 wieder aufzuwachen und sich schon einmal auf das 46. Festival vom 4. bis 13. März 2010 zu freuen.

Weitere Informationen:

Messe und Veranstaltungs GmbH
Sprecherin
Ute Schirmack
Tel 0335/40 10 400

Platz der Einheit 1
15230 Frankfurt (Oder)
u.schirmack@muv-ffo.de
www.muv-ffo.de

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